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May 19, 2017 - 11:34 by EfBieEi

Comments: 153

May 19, 2017 - 11:53 by antikap36
Ja blöd das der Kapitalismus so funktioniert ....
May 19, 2017 - 14:14 by BernardRieux
*, dass
May 19, 2017 - 14:31 by Illuvatar
Das ist ausnahmsweise mal kein Problem des Kapitalismus an sich.
May 19, 2017 - 16:28 by antikap36
Wie in dem Video beschrieben: es wird etwas verkauft was sich der andere nicht leisten kann weil man ihn dazu überredet bzw ihr zwingt (wie auch immer) um Profit zu machen

Um sich das leisten zu können muss der jenige Schulden machen (im Idealfall noch bei einem selber)

So (sehr grob gesagt) ist es doch auch in Griechenland passiert

Zudem hat der Kapitalismus (bzw wie er momentan Verstanden wird) den Nachteil dass er ohne Wachstum hinfällig ist.
May 19, 2017 - 17:35 by Alphajacke
In Griechenland ist vor allem eines passiert:
Politiker haben immer wildere Wahlgeschenke an ihre Netzwerke und Wählerschaften versprochen und verschenkt. Korruption und Vorteilsnahme haben einfach das Wachstum nicht nur eingeholt sondern maßlos überwuchert.
Steuern haben nicht nur die Vermögenden nicht gezahlt, sondern eine sehr laxe Mentalität bei sowohl den Zahlungspflichtigen als auch den verantwortlichen Behörden war über Jahrzehnte eine possierliche Eigenschaft der Griechen über die man wohlwollend gelächelt hat.
Bilanzen hat man beim Beitritt einfach geschönt, frisiert oder ganz gefälscht. In den Knast gegangen ist dafür meines Wissens nach niemand.

Klar haben die anderen Staaten da jemand ins Boot geholt der nicht reif dafür war. Aber das entbindet die Griechen, und damit meine ich nicht nur die gegenwärtige Regierung sondern ebenso die Bürger Griechenlands, nicht von der Verantwortung in der Sache.
May 25, 2017 - 22:33 by hasch23
stimmt nicht ganz. Bevor die Griechen in der EU waren mussten sie einen wesentlich höheren Zins bezahlen, wenn sie sich Geld am Markt leihen wollten. In der EU dann ist der Zins massiv gefallen, da davon ausgegangen wurde das Europa für die Schulden gerade steht. Hat auch funktioniert, bis halt doch die Probleme in Griechenland durchgeschlagen haben. Aber ein paar haben sich bereichert und Griechenland ist jetzt Ausverkauf.
May 25, 2017 - 22:54 by Alphajacke
Warum wurde davon ausgegangen wenn es doch eine "no bailout" Klausel sowie eindeutige Vereinbarungen das dies niemals nicht geschehen sollte gab und weiterhin?

Heute wird doch nach neuen Konstrukten gesucht diese Vereinbarungen zu umgeben, Stichwort Eurobonds und ESM. Nur etwas das als solches Hinterniss existiert muss und kann auch umgangen werden.

Eine Spekutlation auf eine Schuldenunion unter dem Deckmantel einer Solidargemeinschaft war damals und ist heute noch genauso illegitim, selbstmörderisch und unmoralisch.
May 19, 2017 - 17:03 by IwanSchmutz
Genau das ist ein großes Problem Griechenlands (und beispielsweise auch Portugals), und zusätzlich noch verstärkt durch die enorme Korruption in den Vorstandsetagen, Parlamenten und insbesondere im Verteidigungsministerium.

Ich denke beide Faktoren (hohe Defizite, Korruption) haben zur Miserere geführt. Die paar Kröten, die von den Leuten kamen, die "über ihre Verhältnisse " gelebt haben, stinken dagegen ab.
May 19, 2017 - 15:45 by Schmitt
Nein, tut er nicht. Es gibt auch unter Kapitalisten unterschiedliche Ansätze. Keynes hatte zum Beispiel vernünftige. Wir betreiben heutzutage eher so den kernbehinderten Kapitalismus und wundern uns, dass immer mehr in die Armut rutschen.
May 19, 2017 - 16:35 by antikap36
Wie funktioniert den der Kapitalismus deiner Meinung nach (ich bin für alle Varianten offen die du im Petto hast)
May 19, 2017 - 14:37 by DarmAtmer
Das einzige Problem ist die gemeinsame Währung.
May 19, 2017 - 16:31 by antikap36
Naja nicht ganz durch unterschiedliche Währungen können einzelne Länder ihre Produkte günstiger verkaufen bzw das flexibel regel, dass wiederum führt dazu das dieses Land auf lange Zeit gesehen "klein" bleibt und nicht wirklich wachsen kann.
May 19, 2017 - 17:05 by DarmAtmer
Wie bitte?
Ein Land, dass seine Produkte günstiger verkaufen kann bleibt "klein"?

Also zunächst einmal kann man sagen, dass die Stärke einer Währung ungefähr proportional zum BIP ist (dass Regierungen die eigene Währung durch die entsprechende Zentralbank abwerten lassen, um sie schwach zu halten, vernachlässigen wir jetzt mal).
Im Idealfall pendeln sich dann die Handelsbilanzen der Länder eines Wirtschaftsraumes mit unterschiedlichen Währungen auf einen ausgeglichenen Zustand ein; allein dadurch, dass schwache Länder weniger aus starken Ländern importieren können.
Bei einer gemeinsamen Währung funktioniert das nur, wenn die starken Länder die schwächeren unterstützen. Das schlägt sich im Euro-Raum u.a. im ESM nieder und in Deutschland selber ist es der Länderfinanzausgleich.
Der Euro ist für Deutschland zu schwach (was für uns als Exportnation kurzfristig gut ist), und für die meisten anderen Länder zu stark (was für uns Deutsche langfristig wegen der Destabilisierung und des Kaufkraftverlustes der schwächeren Länder langfristig schlecht ist).
May 19, 2017 - 16:55 by P4X
Nein, die Härte eine Währung reguliert die Importkosten und die Exporterträge. Ein Land das viel importiert profitiert von einer starken eigenen Währung beim EInkauf bei Ländern mit weichen Währungen. Ein exportfokussiertes Land möchte eine weiche Währung besitzen, um möglichst große Absatzmärkte zu bedienen. Gleiches gilt für Länder die von Tourismus leben.
Wenn ich meine Währung nicht an diesen, sich eigentlich ständig ändernden Bedarf anpassen kann, werde ich überrollt, zu sehen in Frankreich (Währung ist zu Hart für Importe aus Nachbarländern) oder Südeuropa (Währung zu hart für Touristen, diese können mit ihrem harten Geld in Ländern mit weicherer Währung viel mehr Leistung bekommen).
May 19, 2017 - 16:53 by SlutButt
Du kannst einem Bauernstaat aber nicht die Waehrung einer Industrienation verpassen. Manchen Nationen ist es halt nicht vergoennt eine Industrienation zu sein. Erst recht nicht, wenn man komplett ueber seine Verhaeltnisse lebt.
May 19, 2017 - 20:13 by Ansage
Gut das in Deutschland niemand über seine Verhältnisse lebt.
May 20, 2017 - 12:04 by Streptokokke
Es geht um den Staat insgesamt, nicht um einzelne Bürger.
May 20, 2017 - 13:14 by Ansage
Gut das der Deutsche staat nicht über seine verhältnisse lebt und über Billionen verschuldet ist.
May 20, 2017 - 13:38 by Streptokokke
Der deutsche Staat lebt bei Weitem nicht über seine Verhältnisse. Und die Verschuldung hat damit nicht das Geringste zu tun.
May 20, 2017 - 14:21 by Ansage
Der deutsche staat lebt weit über seinen verhältnissen, vor allem wenn man kommende beamten Renten ansieht.
May 20, 2017 - 14:37 by Streptokokke
Es ist selbstverständlich nicht auszuschließen, dass irgendwann in Zukunft die Einnahmen-Ausgaben-Relation kippt. Derzeit ist das aber sicher noch nicht der Fall. Und die Beamtenpensionen werden dafür sicher nicht der Auslöser sein.
May 20, 2017 - 14:21 by Ansage
Und gerade um die verschuldung geht es hier gerade.
May 20, 2017 - 14:35 by Streptokokke
Nein, um die Verschuldung geht es nicht. Es geht um das „Leben über die Verhältnisse“.

Es ist nicht relevant, wie viele Schulden der Staat hat, sondern wie diese in Relation zu seiner Fähigkeit stehen, diese zu begleichen.
May 20, 2017 - 14:41 by Ansage
Damit es um die schulden und die wirtschaftskraft eines Staates. Und Deutschland wird es mMn in Zukunft mit den kommenden problemen die man jetzt schon gut sehen kann, nicht möglich keine neuen schulden aufzunehmen
May 20, 2017 - 15:30 by Streptokokke
Den ersten Satz verstehe ich nicht.

Wie gesagt, es ist nicht relevant, ob oder wie viele Schulden Deutschland hat bzw. aufnehmen wird. Insbesondere, da diese extrem niedrig verzinst bzw. sogar mit Negativzins belegt sind. Deutschland verleiht ja sogar Geld mit Zinsgewinn weiter.

Das kann sich alles durchaus ändern, wenn z. B. die Wirtschaftsleistung sinken sollte. Derzeit aber ist das nicht so.
May 19, 2017 - 17:10 by Rocco88
Das Problem ist, dass man eine gemeinsame Währung ohne eigenes Finanzministerium mit entsprechendem Minister hat. Eine gemeinsame Währung und gegenseitig Konkurrieren endet wohl zwangsläufig bei den heutigen Zuständen.
May 19, 2017 - 17:57 by DarmAtmer
Nein. Das Problem ist, dass eine gemeinsame Währung für unterschiedlich starke Länder (BIP/Kopf nominal) nicht ohne Finanzausgleich funktionieren kann.
Ein gemeinsames Finanzministerium haben wir im Prinzip und auch die gemeinsame Zentralbank.
May 19, 2017 - 16:07 by P4X
jenes.
May 19, 2017 - 13:57 by DerFranzose
Ein glück.
May 19, 2017 - 14:00 by Schlan
Wir müssen einfach genügend Roboter bauen, die für uns sämtliche Aufgaben übernehmen. Dann können wir weiterhin faulenzen auch wenn Deutschland mal wirtschaftlich mal nicht mehr so gut darsteht.
May 19, 2017 - 14:29 by DieKleineGina
Mehr Roboter --> mehr Arbeitslose --> höhere Steuerbelastung für den Arbeitnehmer
Ergo je mehr Roboter, desto weniger verdient der Ottonormalverdiener.
May 19, 2017 - 14:46 by Schlan
Deswegen Gill Gates Empfelung folgen:

Roboter müssen Steuern zahlen. Dann wird das auch was mit dem Bedingungslosem Grundeinkommen.

Nur will dann keine Firma mehr in Deutschland sein, da die Steuervorteile wegfallen. (Aber an sich ist die Idee schon ziemlich geil. Roboter sind nunmal viel effizienter als Menschen. Würden diese nicht einem Konzern gehören, sondern für die Allgemeinheit des jeweiligen Landes arbeiten würden wir ein Utopia erschaffen [mit Robotern statt "Negern"]. Nur durch zwei Gesetzesänderungen. Schade, dass es nicht passieren wird, weil Firmen nunmal nicht selbstlos denken.)
May 19, 2017 - 14:59 by DieKleineGina
Meiner Meinung nach muss eine Robotersteuer eingeführt werden. Hier sind schon die ersten Kaufhäuser daran Kassierer mit Selfscanning-Automaten zu ersetzten. So ein Teil kostet zwar was, aber dürfte sich schon nach wenigen Monaten amortisiert haben. Somit können massiv Lohnkosten gespart werden, aber die Gewinne werden wohl vollumfänglich den Aktionären zuguten kommen.
May 19, 2017 - 15:46 by MonteFisto
Es müssen einfach mehr Leute Aktionäre werden.
May 19, 2017 - 16:51 by zileandapimp
„Zu den unausrottbarsten wirtschaftlichen Trugschlüssen überhaupt gehört der Glaube, dass Maschinen Arbeitslosigkeit schaffen. […] Die logische Folgerung wäre, dass der beste Weg zu einem Maximum an Arbeitsplätzen darin besteht, jegliche Arbeit so unwirtschaftlich und unproduktiv wie möglich zu machen.“

Henry Hazlitt
May 19, 2017 - 16:56 by DieKleineGina
Was Maschinen auf jeden Falls schaffen, ist eine Verschiebung von simplen Arbeiten die jeder Vollidiot machen kann, zu komplexen Arbeiten für die man Intelligentz und Fachwissen benötigt.
Und da in der Bevölkerung schlicht nicht jeder für komplexe Arbeiten zu gebrauchen ist, endet man schliesslich mit vielen Leuten für die es keine passende Arbeit mehr gibt.
Oder man überdenkt das System grundsätzlich und sorgt dafür, dass sich die schlauen Leute sich nicht mehr mit simplen Arbeiten wie waschen & putzen beschäftigen müssen.
May 19, 2017 - 16:57 by zileandapimp
Das ist deren Verantwortung.
May 19, 2017 - 14:50 by Schlan
*Bill Gates!

BBBBill Gates
May 19, 2017 - 14:39 by N4cht
Es gibt keine Arbeitnehmer mehr, wenn Roboter sämtliche Aufgaben übernehmen.
May 19, 2017 - 14:45 by DieKleineGina
Und wer wartet dann die Roboter und setzt die neu auf wenn einer nen Bluescreen hat?
May 19, 2017 - 14:48 by Schlan
@N4cht meint wohl eher, dass es keine Billiglohnarbeitskräfte mehr benötigt.

Wer mehr als ein Bedingungsloses Grundeinkommen haben will muss einen der verbleibenden Jobs aufnehmen (z.B. Regelungstechniker für die Roboter).
May 19, 2017 - 14:54 by DieKleineGina
Wird in den nächsten Jahrzehnten definitiv darauf hinauslaufen. Nur werden ziemlich wenig Leute in Frage kommen diese Jobs auszuführen, wenn man schaut was dafür für Wissen gebraucht wird.

Die Leute mit dem Grundeinkommen sollten das auch nicht bedingungslos bekommen, sondern sollten viel besser simple Arbeiten für die besser Ausgebildeten ausführen. Z.B. deren Wäsche waschen, kochen oder putzen.

Man stelle sich das vor, der geneigte Regelungstechniker kommt nach einem strengen Tag nach Hause, es steht ein Essen bereit, seine Wäsche wurde gewaschen und die Hütte ist sauber.
May 19, 2017 - 15:47 by MonteFisto
Die Frauen können sich ja auch für die Regelungstechniker prostituieren, um an Geld zu kommen, von dem sie leben können. Anders bekommen die auch keine ab.
May 19, 2017 - 17:17 by N4cht
Wie wäre es denn, wenn auch diese Aufgaben vollkommen automatisiert ablaufen?
May 20, 2017 - 12:08 by Streptokokke
Ich stimme Dir voll und ganz zu. Nur: wenn das bedingungslose Grundeinkommen nicht mehr bedingungslos ist, ist es eben auch nichts anderes als eine – vermutlich erhöhte – Sozialhilfe.
May 19, 2017 - 14:41 by AnnaLyse
Dann müsste aber auch langsam eine Art Robotersteuer kommen.
May 19, 2017 - 14:49 by Schlan
Ich verweise auf meinen Kommentar, den ich parllel zu deinem verfasst habe:

http://pr0gramm.com/new/1941238:comment15214289
May 20, 2017 - 01:28 by LordQuas
"funktioniert"
May 19, 2017 - 14:04 by DestroyerJ
So ein Bullshit wir sind oben weil unsere Produkte gut sind und nicht weil wir arme Länder in der EU ausbeuten.
May 19, 2017 - 14:28 by Illuvatar
So einfach ist das innerhalb einer Währungsunion nicht. Dadurch, dass alle Länder an den selben Wechselkurs gebunden sind, kommt es eben doch zu einer Art Ausbeutung. Normalerweise würden hohe Exportüberschüsse zur Aufwertung der Währung führen, hohe Defizite zur Abwertung. Das Widerum wirkt den Überschüssen entgegen und ermöglicht defizitären Ländern billiger zu exportieren.

Wenn ein Land wie Deutschland auf der einen Seite Löhne und Lohnnebenkosten drückt, auf der anderen Seite aber seine Währung durch die Währungsunion stabil halten kann, dann führt das zu einem "unfairen" Ungleichgewicht in der Währungsunion.

Es ist übrigens auch für Deutschland auf lange Sicht schlecht, denn von Überschüssen kann sich der Großteil der Bevölkerung nichts kaufen. Ein Handelüberschuss bedeutet nichts anderes, als dass Sachwerte abfließen und Devisen zufließen. Die Devisen bleiben allerdings bei den großen Unternehmen hängen, die diese wiederum im Ausland investieren können. Auf lange Sicht schadet das dem Land.
May 19, 2017 - 15:35 by DestroyerJ
Auch ohne den Wechselkurs würden wir Überschüsse machen. Und ja der gemeinsame WK führt zur einer Verschlimmerung
May 19, 2017 - 15:43 by Schmitt
Und diese Überschüsse könnte man auch dann noch reduzieren, indem man die Löhne erhöhen würde. Was würde das heißen? Dass man die gesamte deutsche Volkswirtschaft an unserer Produktivität und den Erlösen aus unseren guten Produkten beteiligen würde und nicht nur die Aktionäre. Und gleichzeitig würde man damit auch noch dieses schädliche Ungleichgewicht beheben.

Ja, ich weiß, klingt zu schön um wahr zu sein. Eine Maßnahme, bei der alle gewinnen würden. Ist aber so. Das ist der wahre Gedanke des Kapitalismus: Beim Handel gewinnen beide Parteien. Es muss nicht einer verlieren, damit der andere gewinnen kann.
Ausbeutung ist eine Abart, die nicht dazugehört.
May 19, 2017 - 14:09 by Icad
der Sachverhalt hier bezieht sich weniger auf Qualität sondern auf zu günstige Produkte auf Kosten der Arbeitnehmer (Gehaltsdumping), welches wiederum bewirkt, dass wir die Konkurrenz stark unterbieten im Preis und daher zu viel exportieren können.
May 19, 2017 - 14:47 by AllahSnackbar
Eben. Durch die Hartz Reformen wurde ein riesiger Niedriglohnsektor geschaffen, (der größte in Europa) wodurch unsere Lohnstückkosten und damit der Preis der Arbeit im europäischen Vergleich deutlich gesenkt und dann auf diesem Niveau gehalten wurde. Das lässt sich durch die einheitliche Währung besonders schön vergleichen und zeigt einen deutlichen Knick nach 2003: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2013/12/Bilder/b02-1-nominale-lohnstueckkosten.html

Erst nach der Finanzkrise wurde das Niveau langsam angeglichen, aber zu dem Zeitpunkt war der Schaden schon angerichtet und Griechenland bankrott. Das ganze auf den Kapitalismus zu schieben ist zu kurz gegriffen. Es waren unsere Politiker, die das auf Kosten der deutschen Arbeitnehmer möglich machten.
May 19, 2017 - 17:17 by Rocco88
Das ganze funktioniert nur wegen der gemeinsamen Währung. Ohne Euro gäbe es die D-Mark und diese würde anders bewertet werden. Die Drachme hätte entsprechend einen schlechten Kurs. Die D-Mark plötzlich einen viel höheren. Dann wird das ganze Kartenhaus, dass auf möglichst hohen Export ausgelegt wurde, zusammenbrechen - die Produkte aus Deutschland wären aufgrund der starken D-Mark plötzlich zu teuer. Darum macht Deutschland alles dafür, dass z.B. Griechenland in der EU bleibt. Man stelle sich vor, die Drachme verliert massiv an Wert und die können plötzlich wirklich billig exportieren...
May 20, 2017 - 12:14 by Streptokokke
Was hat Griechenland schon zu exportieren? Eine Industrieproduktion im eigentlichen Sinne, ist dort kaum vorhanden.
May 20, 2017 - 12:48 by Rocco88
Hervorrangende Synthesizer (Dreadbox) :) Nein, im Ernst: http://www.investor-verlag.de/finanzkrise-thema/griechenland-krise/auf-diese-5-exportgueter-setzt-die-griechische-wirtschaft/ - aber bei einer Drachme könnte sich das ganze verschieben.
May 20, 2017 - 13:05 by Streptokokke
Die Synthis sind sehr interressant, aber werden es halt nicht rausreißen. Dein Link bestätigt ja, dass da sonst wenig konkurrenzfähiges produziert wird.
May 19, 2017 - 14:11 by kermitkermit
Also unsere Schuld dass wir effizient arbeiten? Geht's noch?
May 19, 2017 - 14:16 by kahl
Ja geil, wir sollten die Löhne noch weiter drücken, dann sind wir noch effizienter..
May 19, 2017 - 15:01 by kermitkermit
Hä? Sagt doch keiner, wie kommste da drauf.
May 19, 2017 - 14:21 by fs0c
Wie hast du es geschafft das aus dem obenstehenden Kommentar herauszulesen?
May 19, 2017 - 15:02 by kermitkermit
Wir müssen effizient arbeiten ansonsten würden wir nicht so viel exportieren oder meinst du wir zwingen andere unsere Produkte zu kaufen?
May 19, 2017 - 14:29 by Icad
desto weniger du verdienst, desto günstiger können die Dienstleistungen/Produkte die du verkaufst ins Ausland verkauft werden. Kaufen die Leute mehr deine Produkte, kaufen sie logisch wo anders weniger. Das bedeutet es geht auch weniger Geld an den Staat durch Steuern. Im Endeffekt haben wir dann verschuldete Länder nd Deutschland muss Hilfspakete zahlen.
Dann kommen irgendwann geniale Ideen zur Steueranhebung und du bekommst dafür, dass du auf Gehalt verzichten musstest noch weniger Gehalt. Klingt effizient, also für Weltunternehmen, für 99% der Bevölkerung ist es natürlich kacke.
May 19, 2017 - 15:01 by kermitkermit
Wieso muss Deutschland hilfspakete zahlen?
May 19, 2017 - 17:18 by Icad
weil Deutschland will, dass die Eurozone bestehen bleibt
May 19, 2017 - 18:26 by kermitkermit
Dann muss man einfach mal drauf scheißen wenn sich die hilfszahlungen nicht lohnen
May 19, 2017 - 18:49 by Shadowk
Sie lohnen sich trotzdem, da man auf mehreren Seiten gewinnt, einmal durch Stabilisierung des Euros und ein anderes Mal holt man mit den Hilfspaketen sowieso wieder Geld raus.
Griechenland wird für die nächsten 300 Jahre sowieso in ihren Schulden ersticken wenn da kein Schnitt kommt.

Egal wie man es betrachtet, Deutschland war der große Gewinner in der ganzen Sache, scheiß auf die paar 100 Mrd Hilfspakete.Solange Griechenland Knecht in der EU bleibt wirds Deutschland gutgehen. Unser Wirtschaftssystem ist einfach an die Knechtung unserer Nachbarn gebunden, und gleichzeitig verkaufen wir uns als Samariter. Wp Deutschland, wp. Ich könnts selbst nich besser machen
May 20, 2017 - 01:07 by kermitkermit
Halt ich für ein Gerücht, was hindert Griechenland denn daran aus dem Euro Raum aufzutreten wenn wir sie ach so sehr Knechten?
May 20, 2017 - 11:46 by Icad
Dann haette Griechenland eine schwache Waehrung, Drachne, und koennte sich keine Importe mehr leisten. Das waere schlecht, da Griechenland von diesen stark abhaengig ist. Zusaetzlich muesste Griechenland Schulden in Euro, mit einer wesentlich schwaecheren Waehrung begleichen
May 20, 2017 - 13:06 by kermitkermit
Also hat es doch mehr Vorteile von Deutschland "geknechtet" zu werden? ;)
May 21, 2017 - 21:35 by Icad
Es hat mehr vorteile wenn Deutschland seine Politik aendert, aber ich merk schon, dass du nicht durch Argumente zu ueberzeugen bist
May 21, 2017 - 21:48 by kermitkermit
Ich mag nur dieses andauernde rumgeheule nicht. Wenn Griechenland ohne die EU besser da steht, dann können sie doch gehen? Wenn sie besser in der EU dastehen, dann sollen sie bleiben. Das steht ihnen alles offen. Wenn sie jetzt in der Lage sind in der sie sind, dann sind sie schon daran selber schuld oder meinst du nicht? Oder meinst du die haben es nicht zumindest ein bisschen selber in der Hand wie sie ihr Land führen?
Ein gutes Gegenbeispiel sind die osteuropäische EU-Staaten, welche nicht gerade reicher sind als die Griechen aber nicht die gleichen Probleme haben.

Ich finde jedes Land ist für sich selbst verantwortlich, und wenn Griechenland auf einmal vor einem Schuldenberg steht finde ich es zynisch auf einmal den deutschen die Schuld zu geben als hätten die Griechen es nicht selber in der Hand.
May 19, 2017 - 14:48 by WoodsyOwl
Du weißt schon, dass Frankreich eine höhere Produktivität aufweist als Deutschland und trotzdem wirtschaftlich Probleme hat.
Die Vorstellung davon, dass wir hier in Deutschland die einzig fleißigen in Europa sind und alle anderen einfach nur faul, und dies der Grund dafür sei, dass es uns wirtschaftlich gut geht und denen nicht, zeugt nicht wirklich von Sachverstand.

Aber red dir nur weiter dein Weltbild schön, wie könntest du auch sonst damit leben.
May 19, 2017 - 15:00 by kermitkermit
Ruhig bleiben dicker, ich sag die deutsche Wirtschaft arbeitet effizient. Das ist einfach ein wertefreies Faktum, deswegen exportieren wir nämlich so viel. Über Faulheit hab ich garnicht gesagt du emotionales Tierchen.
May 19, 2017 - 15:20 by cr8
Ich frage mich immer, wie man selbst nach solchen Videos noch immer nicht verstehen kann. Wir exportieren so viel weil wir unsere (sehr guten) Produkte so billig anbieten, was wiederum durch die niedrigen Löhne möglich ist. Ja wir sind auch effizient. Aber besonders effizient sind wir in der Ausbeutung von Arbeitnehmern im Niedriglohnsektor.
May 21, 2017 - 21:52 by kermitkermit
Ja und? Wir bauen billig gute Produkte, davon profitieren alle die diese Produkte kaufen, darum kaufen sie die.
Meinst du den Menschen geht es in Deutschland im Vergleich zum rest der Welt schlecht? Wenn nicht, dann machen wir es auch in der Hinsicht richtiger als andere.

Wo ist der verfickte Nachteil? Uns geht es verglichen mit der Welt sehr gut, unser Sozialstaat sorgt dafür dass niemand verhungert oder durch Krankheit verarmt und wir produzieren günstig gute Waren. Und das ist jetzt schlecht.

Ist dein Argument ernsthaft, dass wir hier schlechtere Lebensstandards haben als anderswo, damit wir günstig verkaufen können?
May 19, 2017 - 15:39 by WoodsyOwl
Du verstehst es einfach nicht.

Mit der Aussage "Also unsere Schuld dass wir effizient arbeiten? Geht's noch?" versuchst du, die Schuld von Deutschland zu weisen, und damit wieder sämtliche Schuld bei den anderen Ländern zu suchen, obwohl das grundfalsch ist.

Ist mir jetzt auch zu viel Arbeit das hier alles zu erklären. Als kleiner Denkanstoß wenn es dich wirklich interessiert:

http://www.nachdenkseiten.de/upload/bilder/111129_spiecker_grafik3_large.jpg
May 19, 2017 - 17:05 by kermitkermit
Wir arbeiten effizient und produzieren günstig gute ware und dann sind wir schuld dass wir das machen? Also man kann ja über arbeitnehmerverträge streiten aber ich entschuldige mich doch nicht dafür dass wir die Welt mit unseren Waren bereichern.
May 19, 2017 - 15:08 by MullenSchorsch
frag das mal den leiharbeiter lol
May 19, 2017 - 17:06 by kermitkermit
Das ist in der Tat ein Problem aber wir sind nicht die einzigen die das erlauben, in England zum Beispiel ist die Situation mitunter noch schlimmer als bei uns. Ich denke nicht dass wir nur so günstig arbeiten weil wir die leute ausbeuten.
May 19, 2017 - 15:02 by aufkeinsten
Bist ein ganz schlauer hm?
May 19, 2017 - 15:03 by kermitkermit
Schon
May 19, 2017 - 14:54 by Shina
Weil es auch immer so einfach ist...
May 19, 2017 - 15:39 by Schmitt
Nein.
May 19, 2017 - 14:15 by Elfriedelol
Das Bild ist schon etwas älter aber zeigt mMn nach ganz gut warum Deutschland einen so starken Export Markt im vergleich zu den Südlichen Ländern hat.

http://www.nachdenkseiten.de/upload/bilder/111129_spiecker_grafik3_large.jpg

In Deutschland herrscht auch einfach eine ganz andere Arbeitsmoral die in dieser gemeinsamen Währung nicht beachtet wird.

Aber wirklich Ahnung hab ich davon auch nicht ¯\_(ツ)_/¯
May 19, 2017 - 18:14 by GeVooM
Fakenews, es kommt einem nur so vor, dass fürs gleiche Geld immer weniger im Einkaufswagen bleibt!
May 19, 2017 - 11:35 by HLesch
Ja is denn schon wieder Anstalt
May 19, 2017 - 11:37 by EfBieEi
jeden Monat is Anstalt
May 19, 2017 - 14:01 by Gnaaa
eine der wenigen Sachen, die man sich überhaupt noch im Fernsehn geben kann, jeden Monat ein kleines Highlight, auch wenn man die Folge sowieso im Internet schaut
May 19, 2017 - 15:39 by Schmitt
Ehrlich gesagt ist mir alleine das schon den Rundfunkbeitrag wert.
May 20, 2017 - 10:15 by Gnaaa
stimme ich vollkommen zu, auch finde ich gut, dass sie sich den Monat immer Zeit nehmen um ne gute Sendung rauszuhauen.
May 19, 2017 - 14:00 by crokodoc
Heute ist Freitag.
May 19, 2017 - 21:58 by system81
Zuviel Kapitalismus ist genauso schlecht wie zuviel Kommunismus. Aber Gleichheit will ja auch wieder keiner...Mensch halt.
May 20, 2017 - 08:35 by EfBieEi
Kommunismus ist nicht das Gegenteil von Kapitalismus.
May 20, 2017 - 10:17 by system81
Ich weiß, die Grundaussage bleibt aber verständlich. Zuviel links ist genau so schlecht wie zuviel rechts etc etc etc
May 19, 2017 - 14:01 by Dahray
Kann bitte irgendjemand dem Claus von Wagner ein bisschen Ökonomie erklären.
Er ist vor allem unten, weil er sich maßlos verschuldet hat und weil er mit seinen Einnahmen nicht haushalten kann, nicht weil ihm jemand unnötige Sachen verkauft hat.
May 19, 2017 - 14:22 by Keinerlacht
Immer wieder geil wenn ökonomische Analphabeten anderen versuchen "Ökonomie" zu erklären, Keynes hat das Problem schon 1930 beschreiben. http://www.bpb.de/apuz/175492/globale-ungleichgewichte-im-aussenhandel-und-der-deutsche-exportueberschuss?p=all
Ignorante wie du sind der Grund, warum die EU gegen die Wand gefahren wird, weil ihr mit eurem mikroökonomischen Minimalverständnis außenwirtschaftliche Prozesse beschreiben wollt.
May 19, 2017 - 14:43 by WoodsyOwl
Das Hauptproblem heutzutage ist, dass in den Universitäten vor allem die Neoklassische Theorie vermittelt wird, und andere Theorien, wie bspw. die von Keynes kaum vertreten sind, obwohl diese viele Sachverhalte der heutigen Zeit besser erklären kann und auch etwas andere Lösungsansätze bietet. Aber der wissenschaftliche Diskurs in der Volkswirtschaft hat heutzutage doch sowieso schon fast religiöse Züge angenommen.
May 19, 2017 - 18:52 by Shadowk
Find ich fast schon peinlich, dass ich als Wirtschaftsinformatiker 3 Semester VWL + 1 Seminar hab und Keynes und neoklassische richtig hart rangenommen wurden.
Wo sind die ganzen VWLer nur hin
May 19, 2017 - 14:43 by chillhammer
Alternativ auch Karl Marx.
May 19, 2017 - 15:01 by derda2323
Absolut lesenswert.
May 19, 2017 - 14:32 by Dahray
Keynes, der alte Hobbyökonom. Dass ich nicht lache.
Guter Start in's Wochenende!
May 19, 2017 - 14:33 by Keinerlacht
Große Worte für jemanden wie dich.
May 19, 2017 - 14:40 by Dahray
Glaub das waren die Worte von Hayek und Friedman, die Keynes schon zu Lebzeiten nicht ernst nehmen konnten.
May 19, 2017 - 14:41 by Keinerlacht
Der Monetarismus von Friedman hat uns die ganze Problematik der fehlgeschlagenen Geldpolitik der EZB doch erst gebracht.
May 19, 2017 - 15:01 by Dahray
1. Habe ich nicht Partei für Friedmans Monetarismus ergriffen, was nichts daran ändert, dass er mehr ökonomischen Sachverstand hatte als Keynes.
2. Das deficit spending beruht größtenteils auf Keynes' Konjunkturtheorie. Schönes Eigentor.
May 19, 2017 - 15:38 by Schmitt
Friedman war ja auch ein Hurensohn.
May 19, 2017 - 14:54 by WoodsyOwl
Ich fände es nett, wenn du deine inhaltslosen Aussagen in irgendeiner Weise auch mit Begründungen untermauern könntest, weshalb das Modell von John Maynard Keynes aus deiner Sicht gänzlich falsch ist.
May 19, 2017 - 14:58 by Keinerlacht
Ich würde sogar soweit gehen und das Unvermögen vieler Ökonomen aktuelle Krisen zu erklären in einer unzureichenden Auseinandersetzung mit Keynes zu sehen.
May 19, 2017 - 15:20 by WoodsyOwl
Ja, wobei ich das nicht auf Keynes spezifizieren würde, sondern dass sie endlich wieder damit anfangen müssen, dass was sie in der Uni gelernt haben, als das anzusehen was es eigentlich ist. Eine Theorie. Manches vermag diese Theorie gut zu beschreiben, anderes eben weniger. Und wenn man erkennt, dass etwas nicht mit der Theorie beschrieben werden kann, muss man sich mit der Frage auseinandersetzen warum dies der Fall ist und dazu auch andere Theorien betrachten und diese auch anerkennen. Aber die wissenschaftlichen Diskussionen sind leider völlig festgefahren. Heiner Flassbeck bspw. ist in seinen Ringvorträgen eigentlich immer sehr souverän und ich habe bisher noch keinen Vertreter der Neoklassik erlebt, der seine Argumente irgendwie entkräften konnte, meistens wurde von diesen auch nur mantrahaft das wiederholt, was man sich auch jede woche von Hans Werner Sinn anhören konnte, ohne dass irgendeine Einsicht erkennbar gewesen wäre.
May 19, 2017 - 15:22 by Keinerlacht
Ich habe viele Paper von Flassbeck in meine Bachelorthesis über die Griechenlandkrise eingebaut, also da läufst du bei mir offene Türen ein.
May 19, 2017 - 15:14 by Dahray
Du legst mir ja auch Dinge in den Mund, die ich nicht gesagt habe. Keynes hat immer richtige Sachen gesagt, aber er hat mehr Symptome bekämpft, als Ursachen, weshalb er in der Politik so geschätzt ist.
May 19, 2017 - 15:25 by WoodsyOwl
Hobbyökonom, ist somit das geringschätzigste was man gegenüber einer Person, die eine komplette Theorie begründet hat, sagen kann, von daher finde ich die Bezeichnung dann etwas verfehlt, wenn du ja seine Aussagen zu gewissen Teilen als korrekt empfindest.

Inwiefern wird denn der Keynesianismus in der Politik geschätzt und umgesetzt?

Und auch bei Symptomen und Ursachen würde mich interessieren, woran du das festmachst?
May 19, 2017 - 15:42 by Dahray
Du reagierst ja fast wie ein Türke dessen Mutter man beleidigt hat.
Seine Konjunkturtheorie beschreibt Konjunkturzyklen als einen natürlichen Zyklus von Angebot und Nachfrage und übersieht dabei den wesentlichen Einfluss des Leitzinses und der Geldmenge als Ursache und gleichzeitig politisches Instrument.
Guck dir zum Beispiel mal an wofür Hayek seinen Nobelpreis bekommen hat. Eine Erkenntnis, die bis heute keinen Einzug in politische Handlungen gefunden hat. Stattdessen versucht man mit Unmengen von Staatsausgaben die Wirtschaft irgendwie in Gang zu bringen. Keynes at its finest.
May 19, 2017 - 14:16 by Knaeckebrot
Es geht wohl eher darum, dass dadurch dass Deutschland seine Produkte relativ günstig exportieren kann (Lohndumping sei dank = hoher Exportüberschuss), können kleinere Staaten ihre Produkte eben nicht an den Mann bringen und kein Geld verdienen.

Exportüberschuss für einen Staat bedeutet immer auch kein Export für andere Staaten. Es gibt ja schließlich nur einen begrenzten Markt.
May 19, 2017 - 14:29 by Aur
Das liegt nicht direkt an unserem Lohndumping sondern am Euro - Die kleinen Staaten können nicht abwerten und wir verdienen zu wenig. Ohne Euro würde sich der Markt leicht regulieren können (werden wir zu günstig, werten den anderen ab wodurch unsere Währung wieder "härter" wird)

Ohne Euro hätten wir mehr Kohle in der Tasche und die "schwachen" Länder könnten besser auf reagieren.
May 19, 2017 - 15:25 by cr8
ODER man zahlt einfach, wie im Video beschrieben, verhältnismäßige Löhne und beutet nicht die Arbeitnehmer aus und liegt somit im EU-Schnitt, was die anderen Länder auch wieder wirtschaftsfähiger werden lässt .
May 19, 2017 - 15:43 by Aur
Wenn du nicht gerade ein unter die Decke subventioniertes Großunternehmen bist, ist mehr Lohn zahlen nicht mal so einfach drin. Der Mittelstand würde da vor die Hunde gehen und der ist immer noch das Rückgrad unserer Wirtschaft.

Jeder der hier schreit das die Bösen Arbeitgeber doch nur die Leute ausbeuten hat keine Ahnung von den Finanzen in normalen Firmen.

Es gibt schwarze Schafe keine Frage, aber das problem sind nicht die Löhne per se, sondern eben die Reallöhne.
May 19, 2017 - 15:50 by cr8
Ich sprach von den Konzernen, nicht vom mittelständischen Unternehmen mit 50 Mitarbeitern.
May 19, 2017 - 15:36 by Schmitt
"Wir", nein, unsere Konzernbosse. Das ist es doch. Ja, der Euro trägt dazu bei, das Lohndumping ist trotzdem für den Arsch. Man könnte auch einfach die Löhne erhöhen, der deutsche Michel hätte mehr in der Tasche und die Überschüsse wären geringer.

Aber ja, dann wäre ja der Profit und somit das Wachstum geringer. Fuchtbare Vorstellung.
May 19, 2017 - 15:47 by Dahray
Man könnte auch einfach aufhören 70% vom Lohn einzusacken. Dann hätte der Michel auch deutlich mehr in der Tasche und man müsste nicht irgendwelche irrationalen Entscheidungen von Unternehmern verlangen, die Deutschland in ein Entwicklungsland verwandeln würden.
May 19, 2017 - 14:35 by Dahray
Deswegen exportiert jedes Land etwas anderes und alle profitieren. Ich glaube David Ricardo hat das ganz nett beschrieben.
May 19, 2017 - 15:09 by Keinerlacht
David Ricardos Prinzip der relativen Kostenvorteile ist komplett überholt, siehe die Neue Außenhandelstheorie u.a. von Krugman.
May 19, 2017 - 15:16 by Dahray
Krugman kann ich leider nicht besonders ernst nehmen.
http://pr0gramm.com/new/1509450
May 19, 2017 - 15:20 by Keinerlacht
Mit solch qualitativer Argumentation steht dir eine große wissenschaftliche Karriere bevor. Krugmans hat den Nobelpreis ausschließlich fürs Kolumnenschreiben erhalten.
May 19, 2017 - 15:44 by Dahray
Das bringt mir nichts. Für welche ökonomische Erkenntnis denn? Obama hat sogar schon einen bekommen bevor im Amt war, cool oder?
May 19, 2017 - 14:29 by Illuvatar
Das eigentliche Problem resultiert aber aus der Währungsunion mit eben diesen schwächeren Staaten. Die führt dazu dass die Unterschiede in der Produktivität und Effizienz sich nicht auf den Wechselkurs durchschlagen können.
May 19, 2017 - 14:30 by ELTORNADO
Ich sehe das anders. Der Euro ist die Ursache "allen" Übels. Für uns ist er zu schwach, für die meisten anderen Staaten (IT, GR, ESP, FR etc.) zu stark. Dadurch sind wir zu den Exportüberschüssen gekommen, nicht umgekehrt, also dass der Euro plötzlich aufgrund der Exportüberschüsse zu schwach bzw. für andere zu stark wurde.

Außerdem ist das Verhalten der deutschen Wirtschaft (und durchaus auch Politik im Sinne der agenda2010) absolut logisch.

Die Eurozone kann in dieser Konstellation nicht funktionieren, da die Heterogenität der Wirtschaft viel zu stark ausgeprägt ist zw. den einzelnen Mitgliedstaaten.
May 19, 2017 - 15:37 by Schmitt
Die gesamte Fachwelt lacht über Idioten wie dich. Wie kann man eigentlich das Wort "Ökonomie" in den Mund nehmen, um dann direkt danach absolutes Stammtischgelaber auf Horstniveau rauszuhauen. Austerität ist Schwachsinn.
May 19, 2017 - 15:52 by Dahray
Ich bin im regen Austausch mit Leuten, die ihr Geld mit Analysen und Prognosen der Wirtschaft verdienen. Ob das nun die Fachwelt ist oder nicht, keine Ahnung. Aber deshalb bin ich recht selbstbewusst, was meinen Sachverstand angeht und deine Meinung juckt mich so gar nicht. Im Gegenteil, wenn ich dich gleich mehrfach getriggert habe, habe ich meine Kommentare genau richtig formuliert.
May 19, 2017 - 14:00 by MajorNaese
Hab ich was verpasst? Niemand zwingt die unseren Scheiß zu kaufen und sich dabei zu verschulden.
Darf jetzt nicht mal mehr Zeug verkauft werden oder was?
May 19, 2017 - 14:04 by Stahlibuh
Du verstehst nicht ...
May 19, 2017 - 14:17 by FrauPotz
So funktioniert aber WIrtschaft. Wir können hier mit Niedriglohn und Staatssubvention billiger produzieren als andere Länder, zB im Bereich Agrar. Normalerweise waren Zölle dafür da, den eigenen inländischen Markt zu schützen, aber sowas gibt es innerhalb der EU nicht. Und so wird die EU von deutschen Billigscheiß geflutet, die Volksirtschaften der anderen Länder gehen zurück und der Deutsche holt sich einen darauf runter und regt sich gleichzeitig über Leiharbeit und Mindestlohn auf.
May 19, 2017 - 14:33 by ELTORNADO
Nein, dafür ist eine eigene Währung da, um diese bei Bedarf abzuwerten und wieder konkurrenzfähig zu werden. Da die aber nicht existiert, sind die Länder der Eurozone gefickt. Wieso wohl betrifft es nur Länder wie IT, ESP, GR etc., aber nicht Länder wie Polen oder Tschechien, die beide keinen Euro haben und von der EU, sprich dem Binnenmarkt massiv profitieren?

Der Euro ist ein politisches Projekt, ökonomisch aber völliger Bullshit. Das wollen die ganzen Spacken nur nicht kapieren, da ja die EU zugrunde geht, wenn der Euro abkackt. Was ein Scheißgelaber. Die EU geht zugrunde, weil der Euro künstlich am Leben gehalten wird. Die EU (bzw. EWG) hat ohne den scheiß Euro rund 50 Jahre hervorragend funltioniert, seit 2002 geht es den Bach runter. Aber diese offensichtlichen Zusammenhänge zu akzeptieren scheint unsere Politiker (und weite Teile der BEvölkerung) zu überfordern.
May 19, 2017 - 14:39 by FrauPotz
Ja, stimmt natürlich. Die Länder können ihre Volkswirtschaften halt nicht mehr schützen.
May 19, 2017 - 14:02 by qweasdyxc
Das ist halt typisch deutsch, alles schlecht reden und man darf nicht stolz sein. Spaß am leben im generellen sollte verboten werden.
May 19, 2017 - 14:20 by Zescht
Da hat jemand Satire nicht verstanden.
May 19, 2017 - 14:31 by qweasdyxc
Als ob nicht 3/4 der leute die das gucken das glauben würden und zustimmen. Satire hin oder her
May 19, 2017 - 15:34 by Schmitt
Ja, weil es ja auch stimmt. Du hast offenbar Satire wirklich nicht verstanden, wenn du denkst, es ginge darum, falsche Dinge zu verbreiten.
May 19, 2017 - 15:58 by qweasdyxc
Es stimmt nicht wie es dargestellt wird, so einfach ist es nicht. Das unsere Produkte weltweit so oft gekauft werde liegt nur zum Teil und nur bei bestimmten Produkten an geringen Löhnen. Tatsächlich sind viele Deutsche Produkte deutlich teurer als heimische.

Wichtige Faktoren wie Qualität, Gemeinschaftswährung, effektive, kapitalintensive Produktion, gute Vernetzung und effiktive Logistik und viele mehr werden komplett ausgeblendet.

Ich werde hier jetzt keine Diskussion anfangen da das ökonomische Wissen hier nicht grade gut ausgebildet zu sein scheint.

Das langanhaltende Handelsüberschüsse ein Problem sind stimmt ja auch, aber nicht das es nur an geringen Löhnen liegt.
May 19, 2017 - 15:34 by Schmitt
1. Auf etwas Negatives sollte man nicht stolz sein. Es ist verdammt noch mal gesamtwirtschaftlich nicht wünschenswert, massive Exportüberschüsse zu haben. Deswegen gibt es dafür auch Schranken.
2. Über das deutsche Verbot von Spaß am Leben macht sich die Folge ironischerweise auch lustig.
May 20, 2017 - 09:35 by suffer
Meine Damen und Herren, sie sahen HandOfBlood in alt :-)
May 19, 2017 - 16:07 by CrystalFlash
weil wir nur in die EU exportieren?
May 19, 2017 - 14:49 by KevinsMudda
Zum Handel gehören immer zwei.
May 19, 2017 - 15:30 by Schmitt
Die Folge war mal wieder verfickt gut. Sollte man gesehen haben. Hatte mir auch schon überlegt, eins der Highlights hochzuladen.
May 19, 2017 - 14:05 by MDTV
müssen die das eigentlich als satire verkaufen, weil es ansonsten klagen gibt oder gibts dafür einfach mehr geld als für die unbescholtene wahrheit.
May 19, 2017 - 15:31 by Schmitt
Weil man mit Satire mehr Leute erreicht. Wieso sollte es da Klagen geben, auf welcher Grundlage?
Das sind übrigens auch alles Fakten, die von angesehenen Ökonomen völlig unsatirisch vertreten werden.
May 19, 2017 - 15:36 by MDTV
weil man mehr leute erreicht, mehr wollte ich nicht wissen.
wieso direkt die anfeindung kommen muss kann ich nicht nachvollziehen, typisch linksversifft halt.
May 19, 2017 - 14:33 by kahl
Hast den Sinn von Satire nicht verstanden. Die Sendung soll ja auch unterhalten.. Außerdem findest du auf deren Seite zu jeder Sendung einen Faktencheck.
https://www.zdf.de/comedy/die-anstalt/fakten-im-check-der-anstalt-118.html
May 19, 2017 - 15:11 by MDTV
wieso verstehe ich den sinn der satire nicht, wenn ich nachfrage, wieso sie satire anwenden.
es geht mir um die motivation der darsteller, um nichts anderes.
May 19, 2017 - 15:41 by kahl
Vielleicht hilft dir das weiter.
http://www.taz.de/!5203749/
May 19, 2017 - 15:56 by Feaharn
Typisch deutsches Mimimimi