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@geoffreydgraham analphabetismus brainfuck Geoff Graham schäfer screenshot so true traurig weil wahr twitter

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Feb 14, 2018 - 12:09 by TheWildCunt

Comments: 123

Feb 14, 2018 - 12:28 by OIIOOIIO
Sehe ich auch so - vorallem nervt mich das Ganztagsschulkonzept der SPD, hört mich an Pr0ler.

Die Idee von der Frühkita bis zum Abitur die Kinder 8-16Uhr irgendwo abgeben zu können, weil es irgendwo "Familien gibt die sich ja nicht so gut um die Kinder kümmern also müssen wir kümmern und Förderung verstaatlichen" - so als TL;DR Grundidee der SPD find ich einfach scheisse.

Weil auch alle anderen Kindern, die aus nicht assozialen Haushalten kommen (und wohl die absolute Mehrheit stellen) die potenziell in der Lage sind den Nachmittag zu organisieren für die Kinder (und sei es die Nachbarskinder mit den eigenen bei sich im Garten toben zu lassen) dort mir reingezogen werden. Man outsourced die Eigenverantwortung, aber auch gesellschaftlich wichtige Werte wie Familienleben oder gar die Dynamik selbst sein Kind zu erziehen.

In Folge dessen, wenn die Generation Ganztagsbetreuung irgendwann selber Kinder hat wird sie einfach nicht wissen wie man ohne staatliche Hilfe sich um seine Kinder kümmert - für sie ist der erlernte/erlebte Status Quo wie man sich um sein Kinder kümmert es wegzugeben so früh wie möglich über 18 Jahre, Werte, Charakterbildung usw. übernimmt ja der Staat.

Und das führt für mich zu noch mehr asozialen weil noch weniger wissen von einer Generation zur nächsten weitergegeben sind how to Familie und Erziehung.

Na klar ist 100% eigene Verantwortung auch nicht die Lösung weil es Asoziale gibt die es nicht richtig gebacken kriegen und da Kinder drunter leidern - aber die könnt man dann individuell unterstützen - aber alles gleich machen von der SPD kotzt mich so an.
Feb 14, 2018 - 13:22 by BestKorea
Wenn du schreibst das nur asoziale es nicht hinkriegen den Nachmittag über die Kinder zu versorgen, unterschätzt du glaube ich die Anzahl der Leute die das nicht können und die wirtschaftliche Entwicklung in diesem Land. Schau dir doch mal an was eine Krankenschwester oder ein Fernfahrer so verdienen und dann überleg dir, ob man es such damit leisten kann, dass einer nur halbtags arbeitet. Und ja, dann hätten die vielleicht studieren und einen besseren Job lernen sollen. Aber unsere Gesellschaft braucht halt nicht nur Anwälte und Herzchirurgen sondern auch Leute die kram von A nach B fahren, sich um Kranke und Alte kümmern, Häuser und Straßen bauen und den Müll abholen. Die alle als assozial zu bezeichnen und zu sagen dass deren Kinder dann halt Pech haben, finde ich ziemlich assozial.
Feb 14, 2018 - 13:37 by Camelock
Stimme ich absolut zu. Das Problem liegt darin, dass Arbeit heutzutage häufig so "wenig" wert ist, dass ein Alleinverdiener nicht mehr die Familie unterhalten kann.
Feb 14, 2018 - 13:44 by BrianEnis
Schlimmer. Es reicht ja nicht dass man keine Familie mehr gut über die Runden bringt, nein es gibt so geile Sachen wie Leiharbeit und werksverträge. Hauptsache maximale Flexibilität für die Unternehmen. Und wenn jemand am Druck kaputt geht? Scheiß drauf holst dir halt den nächsten
Feb 14, 2018 - 14:23 by Akzeptor
Ja, mal ne konservative SPD wär der Brüller.

Eine Partei, die sozial ist und national orientiert. Quasi.. sozialnationalistisch oder so.
Feb 14, 2018 - 15:00 by Kotkruemel
Im Farbspektrum der Parteien würde sich braun anbieten. So ein Mix aus Schwarz und Rot.
Feb 14, 2018 - 17:26 by aremce
Wieso ist bisher keiner auf diese Ideen gekommen???
Feb 14, 2018 - 23:29 by Zementnos
Weils scheiße aussieht!
Feb 14, 2018 - 19:40 by BestKorea
Mir würde es schon reichen, wenn die SPD einfach mal wieder sozialdemokratische wäre. Mit dem jetzigen Personal und den verkrusteten Strukturen seh ich da aber Schwarz.
Feb 14, 2018 - 14:53 by Enno040
Aber solche Sachen wurden doch ins Leben gerufen zu der Zeit als die SPD regiert hat, oder nicht?
Feb 14, 2018 - 19:38 by BestKorea
Hat das jemand bestritten?
Feb 15, 2018 - 03:53 by Enno040
Nein, hab ich ja auch nicht behauptet, dass das jemand bestritten hat.
Feb 14, 2018 - 16:22 by Hollywood
Heute ist in diesem Punkt schon relativ. Ich selber komme mit meinen inzwischen 29 Jahren aus einer Familie in der beide Eltern Arbeiten wahren, Mutter im Einzelhandel bei Karstadt und Vater Schloßer/Metallbauer in einem normalen Handwerksbetrieb halt keine Industrie oder so. Habe zwar kein wirklich schlechtes Leben geführt, aber wirklich große Sprünge sind da auch nie gemacht worden. Bin quasi mit dem wissen aufgewachsen das nicht jede Arbeit einen "Wert" hat auch wenn sie gebraucht wird. Es wird halt auch nur schlimmer und schlimmer und der Großteil der Wähler wählt halt immer schon das gleiche und unterbindet damit jegliche änderung zum besseren.
Feb 14, 2018 - 18:24 by vitti2801
Mein Papa ist gelernter Maler und war danach 35 Jahre Bühnentechniker im Landestheater. Meine Mama war immer Zuhause, von dem Zeitpunkt als sie mit 19 zum ersten mal schwanger wurde, bis zum zu heutigen Tag, also 52 Jahre lang. Sie hätte mich oder einen meiner 4 Brüder niemals alleine gelassen und ich als jüngster, dann alt genug war, konnte sie nurnoch sporadisch putzen gehn, mit ü50 kriegst keinen festen Job mehr. Jetzt mit 35 treibts mir die Tränen in die Augen, weil ich realisiere, dass ich nie zu schätzen wusste, dass sie immer da war, wenn ich von der Schule kam. Wir hatten nie viel, sind niemals in den Urlaub gefahren und trotzdem hatte ich alles, was ich brauchte.
Feb 14, 2018 - 19:44 by BestKorea
Respekt an deine Eltern. Ist halt heute oft selbst unter größten Opfern einfach nicht mehr möglich.
Feb 14, 2018 - 17:53 by kthxbye
wobei sich die frage stellt, wen man denn wählen sollte dafür. ich wüsste jetzt auf anhieb keine geeignete partei.
Feb 14, 2018 - 13:44 by ClintBeastwood
Mit normalen Jobs ist das doch gar nicht mehr zu schaffen. Leider.
Feb 14, 2018 - 15:11 by deinemuddr
Liegt halt auch daran dass jeder depp dreimal im jahr in urlaub muss und jedes familienmitglied ein auto bekommt
Feb 14, 2018 - 15:25 by Owfsmowl
ja, absolut unfassbar, dass auf einmal jeder ein schönes leben haben will, und das nicht nur einer minderheit vorbehalten ist.
Feb 14, 2018 - 16:25 by Resonanzkaskade
Komische Voraussetzungen für ein schönes Leben hast du.
Feb 14, 2018 - 21:08 by Owfsmowl
eigentlich eher ziemlicher standard. klar gibts auch leute die in urlaub fahren scheisse finden, aber die sind dann wohl eher als "komisch" zu bezeichnen.
Feb 14, 2018 - 22:38 by Resonanzkaskade
Drei mal im Jahr Urlaub und jedes Familienmitglied ein eigenes Auto ist Standard? Ahja...
Feb 14, 2018 - 22:48 by Owfsmowl
aehm ja? also kinder haben natürlich keine autos, aber das sowohl vater als auch mutter eins haben ist wirklich standard und bei 6 wochen bezaltem urlaub den man in deutschland als arbeitnehmer in der regel hat ist 1 woche ostern 2 wochen sommer 1 woche herbst/winter urlaub nicht ungewoehnlich. und für eine familie in der beide elternteile arbeiten gehen wohl tatsaechlich auch standard.
Feb 14, 2018 - 23:35 by Resonanzkaskade
"jedes familienmitglied ein auto bekommt" bedeutet halt das jedes Kind zum 18. Geburtstag ein eigenes Auto geschenkt bekommt - erzähl mir nicht das sei Standard.
Feb 15, 2018 - 14:02 by Owfsmowl
das interpretierst du so. aber es ging hier ja um kinder und kinderbetreuung, da gehe ich erstmal davon aus, dass wir nicht von 18+ jaehrigen "kindern" sprechen.
Feb 14, 2018 - 15:35 by Camelock
Bei mir gab es sowas leider nie. Aber auch deswegen nicht, weil mein Vater eben alleine gearbeitet hat und gar nicht das Geld für so etwas da war.
Feb 14, 2018 - 16:37 by deinemuddr
Und trotzdem bist du normal geworden
Feb 14, 2018 - 17:02 by aleeshari
"normal"... Hier ist keiner von uns normal...
Feb 14, 2018 - 18:12 by deinemuddr
Vieke wollen es einfach nicht zugeben
Feb 14, 2018 - 13:46 by Servellia
Der Staat will doch, dass wir flexibel arbeiten _und_ Kinder haben, also ist es in seinem Interesse dass Beruf und Familie zu vereinbaren sind. Ich finde die Grundidee der SPD einer Ganztagsbetreuung einfach gut. (Die Umsetzung wird vermutlich wieder scheiße).
Meine Schwester arbeitet unter der Woche 30h. Mal bis 15.00. Mal bis 19:00. Würde ich nicht flexibel mal 10h und mal 7h am Tag arbeiten können, müssten wir uns überlegen, wie wir die Kinderbertreuung regeln, da wir nicht immer 17:00 an der Kita sein können. In unserem Fall gibt es keine Oma die mal Nachmittags vorbeispringt und das Kind abholt.
Wenn das Kleine später die Gelegenheit hat eine Ganztagsschule zu besuchen, dann schicke ich es da hin. Dann muss sie sich früh morgens nicht um 6:30 in den Bus setzen. Wir müssen uns nicht stressen und für die Betreuung ist gesorgt. Sport, Schule und Hausaufgaben sind untergebracht. Um 6 ist das Kind dann bei uns und wir verblödeln noch 3 oder 4 Stunden, bis es ins Bett geht zusammen. Mehr habe ich im Moment auch nicht von meiner Tochter. Eher weniger.

Es gibt verdammt viele Familien, bei denen ein Elternteil Schichten arbeitet - oder gar rollende Woche. Versucht euch mal in deren Leben zu versetzen. Die freuen sich ein zweites Arschloch über bessere und umfassendere Betreuung des Nachwuchses.

Auf der anderen Seite ist Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr ein Recht und keine Pflicht in Deutschland. Wenn sich der geneigte Leser nicht bevormunden lassen will, und liebe das altmodische Familienbild pflegt, bei dem Mama zu Hause ist und sich um die Kinder und den Haushalt kümmert - bitteschön. Euer Bier.
Feb 14, 2018 - 13:56 by BBHahn
hab ich mich verlesen oder hast du ein Kind mit deiner Schwester?
Feb 14, 2018 - 13:59 by Legoland
Hab ich jetzt auch so verstanden...aber solange er glücklich ist...
Feb 14, 2018 - 14:00 by BBHahn
danke Schwester!
Feb 14, 2018 - 15:11 by AdmiralMayo
Löst euch von eurem altmodischen Familienbild. Es ist 2018, er kann Kinder haben mit wem er will.
Feb 14, 2018 - 16:28 by Resonanzkaskade
top kek
Feb 14, 2018 - 15:30 by EnteGutAllesGut
Schwester bedeutet nicht nur Schwesterschwester auf dem pr0. Es kann auch als Wort für Freundin benutzt werden (eine, mit der man dann nicht verwandt ist).
Feb 14, 2018 - 14:04 by Wareon
Wo ist das Problem?
Feb 14, 2018 - 14:48 by esterian
Seit über einem Jahr auf pr0gramm und die Wortwahl des pr0's nicht verstehen *facepalm*
Feb 14, 2018 - 14:20 by Hansolol
Hast Recht. Die Ganztagsschule ergibt sich einfach aus dem Fakt heraus, dass es nicht mehr reicht, wenn ein Elternteil alleine arbeiten geht. Irgendwann werden aus den jetztigen 1,5 Jobs pro Familie 2 Jobs pro Familie. Wir müssen ja konkurrenzfähig bleiben und wie wir ja seit Stromberg wissen: "Der Chinese schläft nicht!"
Feb 14, 2018 - 20:08 by Alastoor
Ich gebe dir in sofern recht, dass die wirtschaftliche Lage unseres Landes momentan das eigene Erziehen der Kinder schwierig macht. Oftmals müssen gerade junge Paare zu zweit arbeiten gehen, damit das Geld reicht. Gerade in Großstadt- und Ballungsgebieten sind z.b die 2.000€ Brutto eines normalen Handwerkers relativ schnell aufgebraucht.

Meiner Meinung nach sollte sich die Familie aber nicht nach einem wirtschaftlichen Massenideal richten, sondern die Wirtschaft sich an der Familie orientieren.

Man sollte daher eher versuchen den Lohn soweit anzuheben, dass man sich als junge Familie auch einmal wieder erlauben kann nur mit einer in einem relativ stabilen Job befindlichen Vollzeitperson drei oder vier Jahre die Kinder zu erziehen.

Setzt du jetzt nämlich die Familie und die sozialen Strukturen dieser der Wirtschaft zum Frass vor, dann wirst du relativ schnell in einen übertriebenen Leistungsstaat kommen. Jeder geht dann 8-10 Stunden am Tag arbeiten. Die Kinder sind ja 8-10 Stunden versorgt und nach dem ersten Jahr zuhause zur Erziehung zu bleiben wird grundlos abgeschmettert. Man muss sich ja keine Sorgen machen: der Staat erzieht ja im Hort die Kinder genau so, wie er es für richtig hält.

Irgendwann sollte man halt einfach mal mit der alten "dann hätte man halt studieren sollen!" Leier aufhören. Nein, nicht jeder Nichtstudentenjob erfordert wenig bis gar keine Fähigkeiten. Ganz im Gegenteil: Seinen Job wirklich gut im Handwerk zu machen erfordert ebensoviel Erfahrung in anderen Bereichen.

Mittlerweile hat das nichts mehr mit Studium zutun, denn selbst viele Studentenberufe werden noch fleißig gedrückt. Und kannst du dann mit dem niedrigen Lohn und dem hohen Arbeitsdruck nicht leben, dann wirst du aussortiert und es wird ein neuer geholt, der übrigens ein paar Jahre jünger ist und weniger Gehalt braucht.
Feb 15, 2018 - 18:30 by LebensTraum
Meine Mutter studierte während ich klein war, ich war so 4-5 Jahre alt, sie hat mich auch nicht abgegeben in Kitas obwohl meine Großeltern es für sie bezahlt hätten, stattdessen nahm sie mich morgens mit zur Uni und verbrachte dort jede freie Minute mit mir, in Sitzungen saß ich neben ihr und habe meistens Kinderbücher o.ä gehabt, ab und zu habe ich aufgepasst, wenn sie Klausuren hatte dann blieb ich im Studenten Büro wo andere Studenten in der Zeit auf mich aufgepasst haben. (Haben da auch einmal jemanden mit so 10 Rollen Panzerband an den Bürostuhl gefesselt und im Aufzug auf den obersten Stock geschickt).
Im Rückblick finde ich schon das es für mich besser war als eine Kita und ich habe dadurch auch eine viel stärkere Bindung zu meiner Mutter, als ich dann zur Schule ging bin ich oft danach zu meinen Großeltern da ich nicht alleine zuhause bleiben durfte und beide Eltern bis Abend arbeiten waren, meine Großmutter hat dafür extra ihre Arbeitszeit von 16 auf 13 Uhr gekürzt so dass ich ca. 30 Minuten im Garten gespielt habe bevor sie zuhause war. Auch mit ihr habe ich daher eine ziemlich starke Bindung, etwas das mir komplett fehlt bei meinem Vater z.B. der fast nie Zeit mit mir verbracht hat da er immer Arbeiten war und man nur zusammen Abendbrot gegessen hat oder am Wochenende ab und zu wohin ging, aber genau das wird durch ganztags Betreuung erreicht, das Eltern und Kinder sich verfremden.
Feb 14, 2018 - 12:48 by Spliffshinigami5
Eine zweigleisige Lösung wäre hier doch viel schöner.
Für die Familien ein Betreuungsangebot wenn sie es in Anspruch nehmen wollen, jedoch gleichzeitig finanzielle Unterstützung für Familien in denen ein Elternteil zu Hause ist um sich um die Kinder zu sorgen.
Woher nimmst du das zitierte? Ist das wirklich die Grundidee? Also praktisch einen zwanghafte Betreuung aller Kinder?
Feb 14, 2018 - 13:12 by molokai
Das ist der aktuelle Trend in der Schulpolitik! In allen Bereichen wird versucht das durchzusetzen. Es sind aber nicht nur die asozialen Familien sondern auch die mit 2 verdienenden Eltern oder die die durch ihr Einkommen viel arbeiten müssen (Managment/Niedriglohn).

Viele Eltern schieben heutzutage die Verantwortung lieber ab, wenn dann was schief geht ist halt wer anderes Schuld. Ein Weg, bei dem die Eltern sich entscheiden dürfen ist natürlich ideal, aber da jetzt schon der Trend in die falsche Richtung geht.

Kleine Randnotiz: Wir bewegen uns mittlerweile wieder auf die Zustände in der DDR zu...
Feb 14, 2018 - 13:28 by PantaRay
Ich würde nicht mit extra Geld locken, wenn man zuhause erzieht, könnte dazu führen, dass bildungsferne, arme Familien auf Hausaufgabenbetreuung in der schule verzichten
Feb 14, 2018 - 13:38 by mottensil
Die Gefahr besteht zwar, aber das kann ja der Lehrer dann einschätzen, ob das Kind Nachholbedarf hat und deswegen nachmittags 2-3x die Woche rein kommen soll. Würde das von der Einschätzung der Lehrer abhängig machen.
Weil das zusätzliche Geld wiederum ermöglicht es evtl. liebevollen Familien, die ihr Kind gern selbst bespielen und mit ihm gemeinsam die Hausaufgaben machen wollen, das zu tun.
Feb 14, 2018 - 14:22 by PantaRay
Naja, ich denke Familien, die es sich leisten können, auf ihr Kind selber aufzupassen, benötigen nicht noch weiter finanzielle Anreize das zu tun, das Geld würde ich lieber sparen und in großflächige Förderung benachteiligter Kinder stecken, die nicht soviel Aufmerksamkeit bekommen. Andererseits könnte man bei soviel Schwachsinn Geld sparen, dass man beides bezahlen könnte. Und wahrscheinlich auch sollte.
Feb 14, 2018 - 14:26 by mottensil
Ich glaube aber, die Familien,die es sich knapp nicht leisten können bzw es mit Unterstützung versuchen würden, dass einer daheim bleibt oder nur halbtags schafft, sind gar nicht so wenige.
Feb 14, 2018 - 15:25 by Owfsmowl
so ist es doch dank herdprämie jetzt schon...
Feb 14, 2018 - 13:08 by ch1cken
Ich war seid meinem 1. Lebensjahr Ganztags in der Kita und später nach der Schule in einer Ganztagsbetreuung und ich habe mich so weit weg von dem Entwickelt was der Staat will. Entweder findet Erziehung trotzdem zuhause statt oder der Statt ist im erziehen einfach nur richtig scheiße
Feb 14, 2018 - 13:12 by iTeaL
Beides. Wenn deine Mum dich jeden Abend trotzdem mit an die Glotze setzt um Das Schweigen der Lämmer zu schauen, dann beeinflusst dich das natürlich auch. Und der Weg der Schule ist ja das soziale Erziehen im Religionsunterricht zu versuchen, was natürlich ab der 5. bis 6. Klasse auch nur noch bei jedem 2. klappt.
Feb 14, 2018 - 13:12 by b4rt0
Ich wurde nie Nachmittags irgendwo abgeladen und meine Eltern haben trotz nahezu ständiger Verfügbarkeit bei ihrer Erziehung ziemlich versagt. Gibt dieses und jenes.
Feb 14, 2018 - 13:16 by XriZinger
Erziehung ist Beziehung. Wenn der Staat dich erziehen muss, ist bei deinen Eltern mehr als nur einiges falsch gelaufen.
Feb 14, 2018 - 13:14 by Xifer
seit* Staat* uvm. Hättest du mal lieber länger die Schulbank gedrückt.
Feb 14, 2018 - 13:17 by ch1cken
Hab ich, deshalb hab ich andere Sachen zu tun als meine Kommentare noch einmal auf Rechtschreibung und Tippfehler zu überprüfen
Feb 14, 2018 - 13:26 by vertekz
ich musste es 4x lesen ... bist du Pole und handelst mit Amphetaminen oder wie kommst du zu deiner Meinung?
Feb 14, 2018 - 13:14 by MerkelIstDick
Deine Grundannahme ist doch schon scheiße, dass nur Kinder asozialier Haushalte überhaupt nachmittags beschäftigt werden müssten. Es gibt nunmal auch vielfach Kinder völlig geordneter gut situierter Haushalte, wo sich die Eltern bewusst entscheiden, weiterhin ihrer Vollbeschäftigung nachzugehen. Man muss auch den Nachmittag nicht für die Kinder organisieren, das sollten die eigentlich irgendwann selbst können. Generell sollte das für ein Kind genauso wenig tödlich sein wie bis 16 Uhr in der Schule zu bleiben. Ein Lehrer stirbt davon im übrigen auch nicht. Werte, Charakter und das ganze blabla bilden sich weiterhin nicht stärker dadurch, dass man zuhause bei den Eltern hockt.

Der springende Punkt ist jetzt eigentlich, dass wir früher nach der Schule einfach nach hause gegangen sind und uns dann eben selbst beschäftigt haben - war ja kein Problem. Heute ist das Kindern generell scheinbar unmöglich, ebenso wie überhaupt nach der Schule eigenständig nach hause zu kommen, ob das jetzt nun 500 Meter Fußweg sind oder ein paar Stationen mit der Bahn. Selbstständigkeit steht ja auf keinem Lehrplan und die Welt ist sehr, sehr gefährlich.

Wichtiger Punkt noch: "Asoziale Familien" werden schon besonders gefördert soweit das möglich ist. Wem tut die Ganztagsschule jetzt weh?
Feb 14, 2018 - 13:32 by ElBear
Du sprichst etwas entscheidendes an - früher war die Fähigkeit zur Selbstbeschäftigung ausgeprägter. Ich beobachte, dass dem heute nicht mehr so ist. Ich arbeite von Zeit zu Zeit mit Jugendlichen (12 bis 16), dabei lassen sich zwei Dinge beobachten: Sollen sie zuhören schwatzen sie (ok, so waren wir auch), aber wenn sie nicht zuhören sollen und sich selbst beschäftigen sollen zeigen sie eine gewisse Überforderung. Es dauert mehrere Minuten bis sie überhaupt eine Idee haben können, was zu tun ist... oder starren in ihr Smartphone (es wirkt jedoch nicht so als hätten sie Spaß dabei, so man es früher z.B. beim Gameboy hatte).
Die Unfähigkeit zur Selbstständigkeit wird wohl auch durch das von dir beschriebene "Nach Hause kommen" unterstützt. Generell nimmt die erlernte Hilflosigkeit wohl zu.
Feb 14, 2018 - 13:40 by homomourne
dieses ganztagskacke hab ich zum glück um genau ein jahr verpasst. hätten die mich bis 4 uhr in die schule gesteckt hätte ich mich weggehangen.
Feb 14, 2018 - 13:19 by XriZinger
Ich arbeite in der Tagespflege mit Kindern bis 3 Jahre. Deine ARgumente sind so sehr an der Thematik vorbei gedacht, dass du es wahrscheinlich nicht mit bekommst.
Kinder profitieren in erster Linie mit Kindern im gleichen Alter zusammen zu sein. Das beginnt schon seit der Geburt. Die "Großen" (Erwachsenen/Teenager) sind zwar auch tolle Begleiter, aber die Kinder spielen und lernen miteiander wesentlich anders
Feb 14, 2018 - 13:36 by DerBergtroll
Trotzdem ist es problematisch, wenn Kinder eine engere Bindung zu ihren Erziehern haben als zu den eigenen Eltern.

Niemand sagt, dass Kinder nicht vormittags in den Kindergarten sollten oder keinen Kontakt zu Gleichaltrigen haben sollten.

Es geht darum, dass die Tendenz von linker Bildungspolitik zu immer mehr und mehr und mehr "Ganztagsbetreuung" außerhalb der Familie geht. Und es gibt einen Punkt, da wird das ungesund.

Du bist im Elementarbereich tätig, ich muss Dir nicht erklären wie wichtig eine Eltern-Kind-Bindung ist. Und diese Bindung leidet eben, wenn Kinder ihre Eltern nur zwischen 17 Uhr und Schlafenszeit sehen und den Rest des Tages bei (noch so gut ausgebildeten) Erziehern verbringen.
Feb 14, 2018 - 13:47 by XriZinger
Durchaus ein Problem. Muss und sollte vorher schon darauf hin gearbeitet werden, dass so etwas nicht passiert. Das Kind zum Beispiel auf die baldige Trennung vorbereiten. Sind auch wieder wichtige Erfahrungen, wovon das Kind profitieren kann.

Manche Eltern verlangen von uns gerne mal ihr Kind von 7 bis 19 Uhr zu betreuen. Will sagen, dass die Eltern es einfach teilweise verlangen oder eben sich wünschen.
Unsere alte Denke, von wegen im Mehrgenerationshaus schön mit der Oma frühstücken, Mittag und Abend essen, ist halt absolut nicht mehr zeitgemäß.

Jetzige Generationen leben ja so kurzweiliges Leben, ständig am Smartphone aus Angst etwas verpassen zu können. Morgens schon locker 200+ Nachrichten in der Whatsappgruppe. Der Stress und die ganze Scheiße... aber das führt zu weit weg.

Es ist nicht anders zu händeln. Frag mal Familien mit 4 Kinder, wie der Alltag unterstützt werden kann. Die sagen dir, nimm mir die Kinder ab!
Feb 14, 2018 - 13:58 by DerBergtroll
Ja eben. Und genau das ist halt ein massives Problem.

- Familie und Familienzeit, sich Zeit zu nehmen für die eigene Familie muss wieder viel mehr geschätzt werden
- Bedeutet auch: Arbeitnehmer brauchen mehr Freizeit
- Familien brauchen eine viel stärkere Unterstützung, wobei "Unterstützung" NICHT heißen darf, die Familie auseinander zu reißen
- Mehr Geld für Familien. Erziehung von Kindern muss bei der Rente berücksichtigt werden.
- "Willkommenskultur für Kinder": Kinder zu kriegen muss wieder etwas Schönes, etwas erstrebenswertes werden
- Versagen beim Erziehen der Kinder (beschissene Noten, Kriminalität) muss für die Eltern ernsthafte Konsequenzen haben (Hartz4 kürzen).
- Höhere Investitionen in Bildung (insbesondere Elementarbereich)
- Die Zustände an Grundschulen sind nicht haltbar (was sollen wir an den weiterführenden Schulen machen, wenn die Kinder die in Klasse 5 zu uns kommen nicht lesen können?)
- Bildungssystem bundesweit angleichen, Vergleichbarkeit fördern, Bildungsföderalismus abschaffen

Die Liste ist endlos, der politische Wille fehlt weitestgehend. Qui bono?
Feb 14, 2018 - 14:04 by XriZinger
Bono ist ne Schwuchtel
Feb 14, 2018 - 15:20 by Owfsmowl
die elternkind beziehung muss nicht unter einer ganztagsbetreuung leiden, denn die kinder beschaeftigen sich in der regel mit anderen kindern nicht mit den erziehern. und das ist in der regel sehr viel entwicklungsfördernder als den nachmittag mit mutti auf der couch zu hocken. du hast selbst keine kinder oder?
Feb 14, 2018 - 14:31 by Shina
Wie soll sich den jemand mit einem 9 to 5 Job Nachmittags um seine Kinder kümmern? Das ist bei Paaren ein Problem und bei Alleinerziehenden noch ein viel Größeres.
Feb 14, 2018 - 14:05 by Chiaki
Verfickte Scheiße nochmal. Es heißt asozial und nicht assozial. Selbst mein scheiß Handy korrigiert das richtig. Es ist ein stimmhaftes S wie in Salz und kein stimmloses S wie in Pommes.

Lernt es doch endlich, ihr kommt sonst selber rüber wie Asis, die nicht richtig Fotze und Wichsen schreiben können, aber einen auf strammer Hugo machen.
Feb 14, 2018 - 14:18 by llanda3
Seh ich auch so - und du bekommst hier zurecht viel Zustimmung. Nimmt man das aber in die Hand und verlässt Deutschland, um der faschistischen Schulpflicht zu entgehen und seine Kinder vollständig über die Echsenmenschen und die hohle Erde aufzuklären, wird man zum Verrückten erklärt. Heuchler!
Feb 14, 2018 - 13:27 by Testis
Habe noch nie was von einer Pflicht für Alle gehört ihre Kinder in eine Ganztagsbetreuung abzugeben!
Der Gedanke ist, dass jeder, der es bisher geschafft hat sich um seine Kinder ausreichen zu kümmern es auch gerne weiterhin machen kann wie er es will, da er ja dazu in der Lage ist braucht er weder eine Bevormundung noch eine umfangreiche Hilfestellung durch den Staat! Aber diejenigen die aus Unfähigkeit, mangels Geld oder Zeit nicht schaffen, dass diese Menschen eine adäquate Hilfe erhalten sollen!
Feb 14, 2018 - 21:08 by CoolsterTyp
Es ist halt für den Staat sehr attraktiv die Kinder zu erziehen und ihnen seine "Werte" einzubläuen.
Feb 14, 2018 - 13:20 by Illuminant777
Naja wenn beide konkurenzfähig Vollzeit arbeiten müssen um im Alter nicht unter die Armutsgrenze zu fallen, dank der beschissenen Rente. Was für Möglichkeiten haben die Eltern denn? Die Kinder auf die Arbeit mitnehmen und in der Mittagspause abholen? Wenn man ein gutes Leben führen möchte braucht man Geld geld um den kids gescheite Bildung zu bezahlen Geld um nicht Pfandflaschen sammeln gehen zu müssen Geld um den Krankheitsfall abzusichern usw.

Vollzeit arbeiten und Kinder ist einfach Scheiße. Die guten Zeiten wo einer gereicht hat um die Kohle ranzuschaffen sind schon ziemlich lange vorbei.
Feb 14, 2018 - 13:24 by DerBergtroll
Ja, aber jetzt weiterdenken: WARUM sind sie denn vorbei?

Warum reichte "früher" ein Einkommen und warum müssen heute beide Eltern arbeiten um einigermaßen über die Runde zu kommen? Warum sind "die guten Zeiten" denn vorbei?

Die Höhe der gezahlten Gehälter ist in erster Linie eine politische Frage. Die Tatsache, dass eine Familie mit nur einem Verdiener heute nicht mehr möglich ist, ist die Folge von neoliberalem Turbokapitalismus auf Kosten des "kleinen Arbeitnehmers".

Die Zeiten sind schlechter geworden, weil es eben eine Klasse gibt, die von den "schlechteren Zeiten" enorm profitiert!
Feb 14, 2018 - 13:16 by SexForMoney
Schule ist eh Schwachsinn. Das was du da lernst steht in keinem Verhältniss zu der Dauer. Ich mein 13 fucking Jahre und dabei erlernst du gerade mal die Basic-Skills, die man fürs Studium braucht. Das ist einfach ein schlechter Witz und sich keine Bildung für fähige Personen.

Klar, geht es in den ersten Klassen erstmal darum die Entwicklung der Kinder mit Bildung zu begleiten, aber selbst das funktioniert mehr schlecht als recht. Wir müssten unser komplettes Bildungssystem umstellen, praxisnahes lernen in den jungen Jahren wie z.B. in Finnland und später ein selbstorientiertes Lernen in gewählten Bereichen. Da unser System aber immer auf das schwächste Glied ausgelegt wird, sehe ich einfach keinen Raum für Veränderung.
Feb 14, 2018 - 13:39 by manfredmeinhart
1. Absatz: Jou, du hasts doch erfasst. Basic Skills. Und ob das auch in kürzerer Zeit funktioniert, sieht man wunderbar an G8 und dass die Bundesländer wieder zu G9 zurückrudern. Auch wenn du’s nicht zugeben möchtest, man lernt viel in der Schule, selbst wenn man eher zum Durchschnitt oder darunter angesiedelt war.

„das schwächste Glied“: Sowas nennt man Auswirkungen der Sozialstaat-Politik. Keiner mag das schwächste Glied und stört sich daran, bis man selbst das schwächste Glied ist. Es ist wichtig, inklusiv auf Schwächere zu achten.
Feb 14, 2018 - 14:33 by SexForMoney
Ja aber ehrlich gesagt, bleibt das ganze trotzdem ein lahmer Scherz für Basic Skills, ich bin der festen Meinung das du den Leuten ab einem Alter von Jahren in kürzerer Zeit deutlich mehr beibringen kannst, wenn du ihnen nur beibringst wie man eigenständig lernt. Dann wäre die Schule mehr ein zusammenkommen für selbstständiges ´ Lernen und der Lehrer steht für Rückfragen zur Verfügung. Der Vergleich mit G8 hinkt soweit, weil hier einfach das gleiche stupide System genommen wurden und gerade zum Schluss einfach massiv gepresst wird. Dadurch beweist man nur, wie unfähig man ist sich neue Methoden und Wege herauszuarbeiten.
Feb 14, 2018 - 23:50 by VektralProximus
Deutsche sind nie das schwächste Glied, ausgenommen man vergleicht sie mit Ostasiaten oder Europäischen Juden.

Intelligenz hat nämlich eine machtvolle genetische Komponente.

Meine Mutter ist Grundschullehrerin und lässt mittlerweile die Dummen Kinder einfach nur noch Bilder malen, weil die Jahrzehnte sie desillusioniert und geredpilled haben, die Kinder werden es nie bringen und sich mit ihnen zu beschäftigen bedeutet den wertvollen wichtige Resourcen vorzuenthalten.
Feb 14, 2018 - 13:33 by ElBear
Beim Schulsystem nicht vergessen: Von welchem Bundesland redest du? Wir haben leider 16 mit je eigener Bildungsbrühe.
Feb 14, 2018 - 15:27 by chosenOne
Die Antwort in Deutschland auf jedes Problem scheint immer mehr Staat zu sein. Warum kann man erwachsene Bürger nicht einfach in Ruhe lassen, anstatt jeden noch so kleinen Lebensbereich von oben durchzuplanen?
Feb 14, 2018 - 13:28 by ElBear
Ich musste kurz nachdenken woran mich das erinnert...
"Und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben " A. Hitler.
Statt in der HJ, Wehrmacht oder SA dient dies doch auch dazu, dass Mutti und Vati im Betrieb sind, die Kinder in des Staates Hand und alles dient dem Bruttosozialprodukt. Grade da der Vorschlag von der SPD kommt kann dies nicht im Interesse der Arbeiter und Angestellten sein.
Wie du sagst, die Gleichmacherei ist das Problem! Das ist auch nicht in einem sozialen Sinn vertretbar, wo da jeder tut was er kann und jeder Unterstützung bekommt, wenn er sie denn braucht. Nunja, es ist wohl ein weiterer Meilenstein des Projektes 10%. Wie einst den Sozialismus hält heute die SPD in ihrem Lauf weder Ochs noch Esel auf.
Feb 14, 2018 - 13:41 by molokai
In der DDR wars nicht anders. Haben Sozialistische Systeme wohl an sich eine gemeinsame Ideologie durch gleichgeschsltete Erziehung zu kreieren...
Feb 14, 2018 - 17:37 by Odelsepp
TL;DR:
Effektive/gute! Ganztagsschule ist nicht gleich Schule+Nachmittagsbetreuung.
Rabenelternargument ist bullshit, weil Eltern trotzdem arbeiten müssen
Keine Hausaufgaben, da Rhythmus: Schulstunde+Arbeitsstunde (überleben wir das?)


Man darf Ganztagsschule und Ganztagsbetreuung nicht vermischen.
Das sind unterschiedliche Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Bei dem einen geht es tatsächlich darum, den Schulalltag im Ganztag zu organisieren und beim anderen lediglich um ein Betreunungsangebot für die Eltern.
Das Angebot der Ganztagsgarantie mit dem Versprechen auf der Kultusministerkonferenz kam nicht einfach so sondern liegt auch an Zahlen begründet:
2012 waren in Bayern bei 70% der Paare mit minderjährigen Kindern beide Elternteile erwerbstätig.“ (Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung, 2015, S. 9)

Dieses Rabenelternargument ist ziemlich unfair, es ist ja nicht so, als ob alle Bock drauf haben, so viel zu arbeiten und ihre Kinder deswegen wo unterzubringen zu müssen. Zu behaupten, man müsse die Familienleben als "gesellschaftlichen Wert schützen" (kann ich verstehen, aber), gleichzeitig alles dafür zu tun, dass die Leute mehrere Jobs brauchen, Löhne nicht steigen und gar keine andere Wahl haben. Sollen die Kinder lieber alleine zuhause rumhocken oder irgendwo am Bahnhof rumgammeln, während die Eltern arbeiten sind?
Akademikerfamilien können sich das vielleicht erlauben, aber das ist nicht die Mehrheit der Bevölkerung. Insofern ist die Ganztagsschule (richtig gemacht, siehe unten) doch eine gute Alternative.
Den schwarzen Peter kann man der SPD da nicht zuschieben, auch wenn das gerade Mode ist. (Du glaubst gar nicht, wie sehr mich das ärgert, dass ich die in Schutz nehmen muss)

Prinzipiell gibt es momentan zwei Arten von Ganztagsunterricht (zumindest in Bayern, das hier sind Idealbilder):
Geschlossene Form (Der ganze Schulalltag wird neu strukturiert und darauf abgestimmt, dass die Kinder viel Zeit in der Schule verbringen. Rhythmisierung.
Mehr Sportstunden, mehr AGs (Informatik, Naturwissenschaften, Theater, Sport, etc), Kooperationen mit Angeboten der Umgebung [Sportverein, Gemeinde, Lehrstellen etc], dazu warmes Mittagessen, usw.
Insbesondere fallen hier Hausaufgaben (außer Vokabeln lernen) weg, denn die Kinder haben die Möglichkeit, die Inhalte einer Unterrichtsstunde DIREKT IM ANSCHLUSS ZU ÜBEN ANSTATT STUNDEN SPÄTER, wenn man alles wieder vergessen hat. Absolut crazy, ich weiß. Und dann noch mit der Möglichkeit, direkt Fragen stellen zu können, anstatt zuhause nach ner Stunde gefrustet aufzugeben.
Sowas vorzuschlagen, absolute madman.

Außerdem bietet diese Form stärkere Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund (besonders Mädchen):
"So scheinen beispielsweise Sportangebote im Ganztag für Mädchen mit Migrationshintergrund eine hohe Attraktivität zu haben, während diese Schülerinnen in Sportvereinen kaum aktiv sind (Züchner & Arnoldt, 2012, S. 11). [Interessant, wie der Einfluss der (vielleicht) stark religiös geprägten Familie da ausgehebelt wird]
Die Ganztagsschule entfaltet eine kompensatorische Wirkung auch in Bezug auf kulturelle Aktivitäten, die von Kindern aus bildungsfernen Familien im Ganztag wahrgenommen werden (Klieme, 2012). Die Ganztagsschule gewährt diesen Kindern damit Zugang zu kultureller Bildung und eröffnet ihnen die Chance zur Teilhabe am kulturellen Leben."

Offene Form:
Halbtagsunterricht+Nachmittagsbetreuung. Das ist momentan die Mehrheit(weils günstiger ist) - und mMn der Grund, warum die GTS einen so schlechten Ruf hat.
Man sollte Ganztagsunterricht richtig machen - aber das kostet Kapazitäten und Geld und das will dann wieder irgendwer nicht, lass lieber 50 Jahre an nem Flughafen bauen.
Guess what, wir haben kein Öl das wir exportieren können. Bildung ist unsere Ressource. Wer das immer noch nicht gerafft hat, der hat die Kontrolle über sein Leben verloren.


Quellen und Empfehlungen, falls man sich intensiver mit dem Thema beschäftigen will:

Andresen, S. & Richter, M. (2014). Ganztagsgrundschule und Familien – Herausforderungen für Bildung, Erziehung und Betreuung. Vechta.

Bayerische Staatskanzlei. (Hrsg.). (2013). Bayern. Die Zukunft. Regierungserklärung des Bayerischen Minis-terpräsidenten Horst Seehofer, MdL, am 12. November 2013 im Bayerischen Landtag. München.

Bayerische Staatsregierung. (Hrsg.). (2015). Ganztagsgipfel 2015. Gemeinsame Vereinbarung der Bayeri-schen Staatsregierung und der kommunalen Spitzenverbände. München.

Bertelsmann Stiftung. (Hrsg.). (2016). Wie Eltern den Ganztag sehen: Erwartungen, Erfahrungen, Wünsche. Ergebnisse einer repräsentativen Elternumfrage. Gütersloh.

Das Konsortium der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). (Hrsg.). (2010). Ganztagsschule: Entwicklung und Wirkungen. Ergebnisse zur Entwicklung von Ganztagsschulen 2005-2010. Frankfurt am Main.

Das Konsortium der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG). (Hrsg.). (2015). Ganztagsschule: Bildungsqualität und Wirkungen außerunterrichtlicher Angebote. Ergebnisse der Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen 2012-2015. Frankfurt am Main.

Klieme, E. (2012). Möglichkeiten individueller Förderung an der Ganztagsschule. Vortrag auf dem Fachkongress für neue Ganztagsschulen in Baden-Württemberg am 24. Oktober 2012 in Stuttgart.

Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. (Hrsg.). (2015). Bildungsbericht Bayern 2015. München.

Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
Deutschland (Hrsg.). (2001). 296. Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz am 05./06.Dezember 2001 in Bonn.

Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (Hrsg.). (2013). Zwischenbilanz Ganztagsgrundschulen. Be-treuung oder Rhythmisierung? Gutachten des Aktionsrats Bildung. Münster: Waxmann.
Feb 14, 2018 - 23:47 by VektralProximus
Das ist kein Zufall sondern Absicht, denn die SPD will normale, weiße Familien vernichten.
Feb 14, 2018 - 14:34 by Gipsy
Ist ein sehr interessanter Vortrag zu dem Thema Erziehung und psychische Stabilität bei Kindern.

https://www.youtube.com/watch?v=DeVYKZ-59yY
Feb 14, 2018 - 15:48 by Raagen
was weißt du Hurensohn schon?
Feb 14, 2018 - 17:40 by kawaiiswag
Privatschule reguliert.
Feb 14, 2018 - 15:09 by Owfsmowl
du hast keine kinder oder?
Feb 14, 2018 - 17:46 by IchbinsAlicia
Die Vorstellung, meine gesamte Kindheit in einer Ganztagsschule verbringen zu müssen, ist echt gruselig. Ich war jeden Nachmittag nach der Schule mit meinen Freunden im Dorf unterwegs. Hätte ich diese Zeit in der Schule verbringen müssen, ich wäre komplett eingegangen.
Feb 14, 2018 - 13:17 by DerBergtroll
Die "asozialen Haushalte" sind doch vor allem auch schon nur ein vorgeschobenes Argument. Mal ehrlich, als wenn es hier um das Kindeswohl ginge.

Es geht doch nur darum, den Alleinverdiener Haushalt kaputt zu machen. Und das hauptsächlich im Dienste "der Wirtschaft".

Wenn in jeder Familie zwei Verdiener sind, gibt es die doppelte Menge an Arbeitnehmern. Und, wie wir wissen, Überangebot an Arbeitskraft führt zu geringeren Löhnen.

Obwohl nachweislich in den nächsten Jahren immer mehr Arbeitsplätze wegfallen (Digitalisierung) und die Wochenarbeitszeit eigentlich verkürzt (!) werden müsste, ist "die Wirtschaft" ganz erpicht darauf, möglichst viele Leute in Lohnabhängigkeit zu bringen. Denn je mehr Leute "auf Jobsuche", je größer das Angebot an Arbeitskräften, desto weniger Lohn brauchen sie zu zahlen.

Und "den Linken" (SPD, Partei Die Linke, Grüne) wird das dann mit so Fadenscheinigen Argumenten von "Kindeswohl" über "Fachkräftemangel" bis "Gleichberechtigung" schmackhaft gemacht.

Und die Linken sind zu blöd, wie sehr sie zu einem Rädchen im kapitalistischen Verwertungsgetriebe werden, indem sie auf dieses Spiel einsteigen.

Eine Familie, ein Einkommen. Das reichte früher und es würde auch heute reichen, wenn die Wirtschaft angemessene Löhne zahlen würde.
Feb 14, 2018 - 13:35 by molokai
*Wenn die Leute und ihre Gewetrkschaft das streikrech war nehmen würden, gäbe es mehr Lohn
Feb 14, 2018 - 13:42 by DerBergtroll
Naja, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit und massiver Einwanderung ist streiken halt so eine Sache. Da ist man eben schnell gekündigt und durch eine x-beliebige andere Arbeitskraft ersetzt.

Aber prinzipiell hast Du natürlich recht. Der Staat weiß schon, warum ich ne Verbeamtung habe. Ich würde sonst aus Prinzip jedes Jahr ein paar Wochen streiken. Deshalb Philologenverband. Aber man muss es sich halt leisten können, zu streiken, a) indem man ausreichende finanzielle Rücklagen hat und b) indem man so gute Arbeit macht bzw. so qualifiziert ist, dass man nicht "mal eben" ersetzt werden kann.
Feb 14, 2018 - 13:50 by molokai
Wieviele % sind so gut qualifiziert& selten das sie sich quasi alles erlauben können (5%?10%?) und wie viele sind eine große Masse in der ein dauerhafter jobkampf untereinander herrscht ( sog genannte Fachkräfte"mangel") die nur macht durch vereinigtes auftreten im streik ausüben können wofür aber Zusammenhalt im volk fehlt?
Feb 14, 2018 - 13:25 by BrianEnis
Die Grundidee von den Ganztagesstätten für Kinder ist eigentlich der, dass die Eltern Vollzeit weiter arbeiten können wenn sie es wollen...
Feb 14, 2018 - 13:28 by vertekz
wollen... viele werden schlecht bezahlt und müssen. Sonst kein Urlaub etc. möglich.
Feb 14, 2018 - 13:29 by BrianEnis
Oder müssen, ja das wäre wohl die passendere Wortwahl gewesen.
Feb 14, 2018 - 18:37 by stressling
Süß, aber dumm. Ach wärst du doch in den Genuss einer Ganztagsschule gekommen. Life i so unfair.
Feb 14, 2018 - 15:08 by Norcom0s
Vasektomie für alle! Denkt mal drüber nach meine lieben, man kann auch kinder gerne haben welche man nicht selbst erzeugt hat. Bester vorteil: wenns flennt zurückgeben und sagen "gehört mir nicht"
Feb 14, 2018 - 13:32 by Gewaltanwender
Das Problem ist, die hier dargebotene Lösung ist so schön bequem, nicht nur für die Atzen, die ihre Rotzlöffel dann irgendwo abgeben können, sondern auch für die Karrieremenschen die ein Kind vllt fürs Prestige kriegen wollten oder sich erhofft haben das sie mit einem Ableger ihre Ehe zusammentackern können. Aber als Lehrer kann ich dir sagen: Das ist nur schön für die Eltern, denn einerseits wird die Verantwortung auf uns übertragen, andererseits stehen wir im Feuer wenn wir dann versuchen zu erziehen. "Wie gehen sie mit meinem Kind um REEEEE!" Ja liebe Frau Dittweiler-Hochfels, tut mir leid das der Antonius-Marlon über Tisch und Bänke geht, den ganzen Tag nur schreit, alles und jeden beim lernen stört. Mein meist verhassten Satz dieser Generation ist und bleibt: "Daheim ist er nicht so." Schön, hier ist er aber so, und ich als Lehrkraft muss ihn erziehen, während mir alle gängigen Erziehungsmittel verboten sind. Wer denkt sich so eine Scheiße eigentlich aus? .... Ach ja, Moment!
Feb 14, 2018 - 17:43 by kawaiiswag
Die Karrieremenschen schicken ihre Kinder auf normale Privatschulen und haben für Nachmittags ein Kindermädchen.

Als ob ein Reicher sein Kind auf eine normale Schule mit 80% Ausländeranteil und überalsteten Lehrern schicken würde.
Feb 14, 2018 - 13:43 by molokai
Sobald sich die Möglichkeit bietet ist es der Lehrerberuf den man durch eine Maschine ersetzen würde. Ein Weg für alle....
Feb 14, 2018 - 13:20 by Fischfresse
Aber das Angebot bis 16 Uhr ist doch freiwillig oder?
Feb 14, 2018 - 13:11 by RadioLoge
Gutes Statement.
Feb 14, 2018 - 12:22 by apoth
Und in den ersten 10 Jahren würden alle mehr Geld für Schulen verlangen, weil die Kinder immer schlechter laufen können.
Feb 14, 2018 - 14:11 by Gesichdsgrapfen
Die Leute geben immer mehr die Verantwortung ab ihre Kinder zu formen und zu erziehen und wollen alles blind dem staat überlassen.
das ist einfach nur ein Zeichen der Faulheit und Feigheit der leute
Feb 14, 2018 - 12:22 by Pr0Popo
Dank der Schule weiß ich, dass es das Adjektiv "misanthrop" gibt und das Menschen scheiße sind.
Feb 14, 2018 - 13:09 by derwold
misanthrop ist ein substantiv.
Feb 14, 2018 - 13:13 by Pr0Popo
Ach ja?
Feb 14, 2018 - 13:19 by derwold
komma her!
Feb 14, 2018 - 13:22 by Pr0Popo
Komma du her!
Feb 14, 2018 - 13:23 by derwold
Ach ja?!
Feb 14, 2018 - 13:09 by HerrEnorm
edgy
Feb 15, 2018 - 17:15 by q0u4zy
ja aber Mathe kann man doch nicht lernen ohne schule oder andere Hilfe.
Feb 14, 2018 - 12:24 by Safrankuchen
Das ist einfach so falsch.
Feb 14, 2018 - 12:36 by albaner
Stimmt das bei lesen und schreiben?
Feb 14, 2018 - 12:59 by Safrankuchen
Niemand sagt das man nicht lesen und schreiben lernen kann ohne schule. Aber dann können das nur sehr wenige Menschen. Schau doch einfach mal wie es in der Zeit vor öffentlichen Schulen war.
Feb 14, 2018 - 13:02 by albaner
Darum geht es aber nicht.
Viel eher die Tatsache, dass man vieles nicht in der Schule lernt.
Für viele ist die Schule der horror. Ein ort wo man sich unwohl und einschüchtert und vorgeführt fühlt. Deswegen sind einige ziemlich kluge köpfe heute müllmänner und Hausmeister.
Deren Potential wurde auf die schulischen skills herabgesenkt
Feb 14, 2018 - 13:05 by Safrankuchen
halt ich für bullshit. Wer klug ist, wird nicht hausmeister oder müllmann. Und doch darum ging es. Der Typ hat eine Hyperbel genutzt um zu sagen, das Schule niemand braucht. Ist halt einfach quatsch.
Feb 14, 2018 - 13:11 by derwold
man kann klug sein und trotzdem im berufsleben versagen.
Feb 14, 2018 - 13:07 by albaner
Ok, dann habe ich da was missinterpetiert.
Da, hast du vollkommen recht.
Schule ist trotzdem sehr wichtig.
Evtl müssen wir nur darüber nachdenken, wie wir es für alle zu einem ort des wohlfühlens machen können.
Feb 14, 2018 - 13:09 by Safrankuchen
Ein Ort des Wohlfühlens muss es nicht sein. Aber ich find es sollte ein ort sein, an dem jeder zu seinem Potential ausgeschöpft wird. Natürlich wird nicht jeder Ingenieur/Physikprofessor. Aber jeder Mensch ist in irgendwas schon irgendwie nicht so schlecht, und bestenfalls wird das in der Schule gefunden und gefördert.
Feb 14, 2018 - 13:07 by manfredmeinhart
Kannst du nen Lösungsvorschlag anbieten?
Feb 14, 2018 - 13:08 by albaner
Alle kinder abstechen
Feb 14, 2018 - 14:09 by Gnorfbert
Ja, im Leben ist definitiv nur die Schule ein solcher Ort. Danach und davor ist man nur in angenehmen und verträglichen sozialen Gefügen unterwegs. Von sowas wie nem toxischen Arbeitsumfeld hat man noch nie was gehört.
Feb 14, 2018 - 13:40 by Gurkenkoenig
Das Akademiker Problem gut umschrieben.
Feb 14, 2018 - 13:58 by DrGobbo
Einfach mal wieder anfangen gerechte Löhne zu zahlen damit Familien es sich leisten können Kinder selbst zu betreuen.